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Schwerpunktthema 2016/17 "Strukturen der Schuld"

Strukturen der Schuld - Schwerpunktthema im Kirchenjahr 2016/2017

Viele Ungerechtigkeiten sind strukturell gegeben bzw. verankert. Sie sind nicht einzelnen Menschen zuzuordnen. Sie stecken sozusagen "im System". Schuld trifft die, die diese "Strukturen der Schuld" erkennen und nichts dagegen tun, sondern schulterzuckend (oder gar mit verdeckter Absicht) weitermachen wie bisher. Sie ziehen immer mehr hilflose Menschen und Tiere in diese Strukturen hinein, oder sie verhindern, dass sie herauskommen.

welternaehrungDie HerausgeberInnen von "nachhaltig predigen" möchten in diesem Kirchenjahr auf solche Strukturen hinweisen, um ein besseres Verständnis für die Mechanismen zu vermitteln, die implizit verhindern, dass sich nachhaltige Entwicklung global durchsetzt. Eine wichtige Rolle spielt das Geld, bzw. Geldströme, die im Positiven wie auch im Negativen Strukturen entstehen lassen oder sie auflösen. Nicht ganz zufällig passt unser Schwerpunktthema zum Jahr des Reformationsjubiläums - auch vor 500 Jahren waren Geldströme ein wichtiger Auslöser. Andererseits können sich christliche Kirchen und Religionsgemeinschaften fragen, welche "Schuld" sie dadurch auf sich laden, dass es 500 Jahre nicht wirklich gelingt, die einzigartige christliche Botschaft zum Wohl der gesamten Schöpfung wieder zusammenzuführen.

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Ihre Redaktionsgruppe (Die Seite wird während des Kirchenjahrs fortlaufend ergänzt und vertieft.) (Aktualisierung: 17.05.17)

Atomkraftwerke

newradsymbol Die "friedliche Nutzung der Kernenergie" durch Atomkraftwerke ist ein anschauliches Beispiel, wie in zunächst guter Absicht in erheblichem Umfang "Strukturen der Schuld" aufgebaut wurden - und werden.

Abgesehen von aktuellen tödlichen Gefahren (s. Tschernobyl, Fukushima) wird selbst bei ordnungsgemäßem Betrieb durch radioaktive Abfälle massiv "neue Schuld" aufgeladen!

» Botschaft der "Frauen von Fukushima" zum 6. Jahrestag der Reaktorkatastrophe (PDF)

21.05.: Schweizer stimmen für Atomausstieg!

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Geldströme und Korruption

Geld regiert die Welt - an dieser Stelle soll gezeigt werden, wie Geldströme nachhaltige Entwicklung fördern oder blockieren.

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Auch Kirchen und kirchliche Einrichtungen müssen sich regelmäßig die Frage stellen, was mit ihrem Geld passiert.

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"Was geht?"

Wenn Geldströme im Fokus stehen, ist die Frage, wie es anders besser gehen kann.

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EKD TitelDBK-ZdK TitelKirchliche Anleger stellen ihre ökumen. Gemeinsamkeiten im eth. Investment vor. Um die Macht der Geldstöme zu steuern, gibt es ethische Geldanlagen und Divestment.

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Die Welt ist voller guter Ideen Andere Ansätze verfolgen "Brot für die Welt" und Misereor, aber auch private Initiativen.

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Natur und Leben

„Meere und Ozeane“

Das Thema des Wissenschaftsjahrs 2016/17 bietet sich an, um „Strukturen der Schuld“ in Bezug auf Natur und Leben aufzuzeigen. Sie sind aber ebenso "an Land" zu finden.

Im Interview mit PhD Falk Hüttmann, der in einem Forschungsinstitut in Fairbanks (Alaska) arbeitet, wird deutlich, dass nicht nur Überfischung und Plastik dabei Thema sind. Eingebrannte „Strukturen“, die meist mit Geldflüssen und Macht einhergehen, überziehen den Planeten. Der Welthandel kümmert sich (zu) wenig um die Ökologie der Meere und Ozeane. Aber das ist längst nicht alles.

Eine Aufgabe für Kirchen und Religionen!

Geschuldete Gerechtigkeit

Was ist Schuld, was unterscheidet sie von der Sünde? Das war auch in der Redaktionsgruppe eine spannende Erörterung, als 2016 über das Schwerpunktthema entschieden wurde.

Da Gerechtigkeit "Ausgerichtetsein auf Gott" bedeutet, stehen Schuld und Gerechtigkeit in christlicher Perspektive im Zusammenhang. Was Gerechtigkeit für uns aktuell bedeutet, erläutert Prof. Dr. Gerhard Kruip.

Der Begriff des „Geschuldetseins“ bietet eine Alternative zum konventionellen Schuldbegriff - und einen zentralen Schlüssel zum Handeln. Was man der Mitwelt / Gott / dem Glauben schuldet, ist auch zu tun.

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