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Schwerpunktthema 2016/17 "Strukturen der Schuld"

Strukturen der Schuld - Schwerpunktthema im Kirchenjahr 2016/2017

Viele Ungerechtigkeiten sind strukturell gegeben bzw. verankert. Sie sind nicht einzelnen Menschen zuzuordnen. Sie stecken sozusagen "im System". Schuld trifft die, die diese "Strukturen der Schuld" erkennen und nichts dagegen tun, sondern schulterzuckend (oder gar mit verdeckter Absicht) weitermachen wie bisher. Sie ziehen immer mehr hilflose Menschen und Tiere in diese Strukturen hinein, oder sie verhindern, dass sie herauskommen.

welternaehrungDie HerausgeberInnen von "nachhaltig predigen" möchten in diesem Kirchenjahr auf solche Strukturen hinweisen, um ein besseres Verständnis für die Mechanismen zu vermitteln, die implizit verhindern, dass sich nachhaltige Entwicklung global durchsetzt. Eine wichtige Rolle spielt das Geld, bzw. Geldströme, die im Positiven wie auch im Negativen Strukturen entstehen lassen oder sie auflösen. Nicht ganz zufällig passt unser Schwerpunktthema zum Jahr des Reformationsjubiläums - auch vor 500 Jahren waren Geldströme ein wichtiger Auslöser. Andererseits können sich christliche Kirchen und Religionsgemeinschaften fragen, welche "Schuld" sie dadurch auf sich laden, dass es 500 Jahre nicht wirklich gelingt, die einzigartige christliche Botschaft zum Wohl der gesamten Schöpfung wieder zusammenzuführen.

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Ihre Redaktionsgruppe (Die Seite wird während des Kirchenjahrs fortlaufend ergänzt und vertieft.) (Aktualisierung: 28.02.17)

Atomkraftwerke

newradsymbolDie "friedliche Nutzung der Kernenergie" durch Atomkraftwerke ist ein anschauliches Beispiel, wie in zunächst guter Absicht in erheblichem Umfang "Strukturen der Schuld" aufgebaut wurden - und werden.

Abgesehen von aktuellen tödlichen Gefahren (s. Tschernobyl, Fukushima) wird selbst bei ordnungsgemäßem Betrieb durch radioaktive Abfälle massiv "neue Schuld" aufgeladen!

» Botschaft der "Frauen von Fukushima" zum 6. Jahrestag der Reaktorkatastrophe (PDF)sperrbereich

 

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Geldströme und Korruption

Geld regiert die Welt - an dieser Stelle soll gezeigt werden, wie Geldströme nachhaltige Entwicklung fördern oder blockieren.

 

Auch Kirchen und kirchliche Einrichtungen müssen sich regelmäßig die Frage stellen, was mit ihrem Geld passiert.

 

(Fortsetzung folgt)

"Was geht?"

Wenn Geldströme im Fokus stehen, ist die Frage, wie es anders besser gehen kann.

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EKD TitelDBK-ZdK TitelKirchliche Anleger stellen ihre ökumen. Gemeinsamkeiten im eth. Investment vor. Um die Macht der Geldstöme zu steuern, gibt es ethische Geldanlagen und Divestment.

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Einen anderen Ansatz, um Strukturen zu verändern, verfolgen "Brot für die Welt" und weitere Einrichtungen.

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Wissenschaftsjahr 2016/17

„Meere und Ozeane“

Das Thema des Wissenschaftsjahrs bietet sich für 2016/17 in besonderer Weise an, um „Strukturen der Schuld“ aufzuzeigen:

www.wissenschaftsjahr.de

Im Interview mit PhD Falk Hüttmann, der in einem Forschungsinstitut in Fairbanks (Alaska) arbeitet, wird deutlich, dass nicht nur Überfischung und Plastik dabei Thema sind. Eingebrannte „Strukturen“, die meist mit Geldflüssen und Macht einhergehen, überziehen den Planeten. Der Welthandel kümmert sich (zu) wenig um die Ökologie der Meere und Ozeane. Eine Aufgabe für Kirchen und Religionen?

Geschuldetsein

Was ist „Schuld“ – was unterscheidet sie von „Sünde“, dem geläufigeren Begriff in der christlichen Terminologe? „Strukturen der Sünde“ war insofern die Alternative, vor der die Redaktionsgruppe stand, als sie über das Schwerpunktthema 2016/17 entschied – die Diskussion war spannend! „Simul justus et peccator“, schrieb Luther – Gerechtigkeit und Sünde scheinen also nicht unbedingt in einem Widerspruch zu stehen. Wieso?

Aber wie ist es mit Schuld und Gerechtigkeit?

Eine Alternative zur juristischen "Schuld"und einen Schlüssel zum Schuldbegriff bietet der Begriff des „Geschuldetseins“: Was man der Mitwelt / dem Glauben schuldet, einzulösen.

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